Vorneweg: Seit 1998 hatten wir den Grünen Veltliner Point im Programm. Die Trauben für diesen Grünen Veltliner der klassischen, Kremstaler Art haben wir seit jeher im Wolfsgraben gelesen, einer traditionsreichen (erstmals 1297 urkundlich belegten), von Löss geprägten Riede nordöstlich von Krems. Aufgrund der genauen Abgrenzung der Rieden müssen wir seit dem Jahrgang 2021 den liebgewonnen alten Namen durch die tatsächliche Riedenbezeichnung ersetzen – aus unserem „Grünen Veltliner Point“ wurde also der „Grüne Veltliner Wolfsgraben“.

Die Weingärten im Wolfsgraben schauen Richtung Süden, sind teilweise terrassiert und stehen hauptsächlich auf Löss. Der Löss sorgt für das feinwürzige Moment in diesem Veltliner, den wir absichtlich nicht allzu spät lesen, damit er seine ausbalancierte Säure sowie leichten Charakter und frischen Trinkfluss behält. In unserem ehemaligen Gasthaus haben wir ihn als unkomplizierten Speisenbegleiter zur klassisch österreichischen Küche empfohlen.

In der Riede Wolfsgraben hatten wir eigentlich schon immer Weingärten, die – weil wir ganz bewusst in guten Lagen Grund dazugekauft haben – immer größer geworden sind. Der Wolfsgraben liegt auf einem Plateau zwischen 260 und 340 Metern und damit etwas höher als die bekannten Kremser Spitzenlagen wie Gebling, Sandgrube oder Marthal.

Etwas höher bedeutet auch etwas kühler, und deshalb wird die Weinlage in Zeiten, in denen es tendenziell wärmer wird, gerade für den Grünen Veltliner immer interessanter. Wir glauben, dass der Wolfsgraben eine Riede mit großem Potential ist. Gut möglich, dass wir es auf der Lage bald mit kräftigeren Veltlinern mit reiferen Aromen und mehr Dichte am Gaumen zu tun haben werden.

Datenblatt Grüner Veltliner Wolfsgraben Jg. 2021 – zum Download

Auszeichnungen

Jahrgang 2020: 90/100 Punkte – Falstaff Wein Guide

 

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